Ich bin schon da, sprach der Igel… wir sind der Hase.

Ich bin schon da, sprach der Igel. Es ist der Hase, der rennt und rennt und rennt… wie sich am Ende herausstellt, rannte der Hase von Anfang an vergebens. Einziger Unterschied zur Kurzgeschichte in unserem Falle: hier betrügt der Igel nicht: erneut konnte uns Bockenheim trotz aller Mühen und hohem Vorsprung am Ende locker schlagen.

Bereits im Eröffnungsspiel der laufenden Runde mussten wir trotz hoher Führung am Ende schweren Herzens zwei Punkte abgeben. Damals mit einem Plus von rund 150 LP gestartet, hatte man zum Spielende eine deutliche Niederlage zu verkraften. Als Hase gibt man natürlich nichts auf die Meinung eines Igels. Also Vollgas im zweiten Teil der Strecke, namentlich die Rückrundenbegegnung am vergangenen Wochenende. Doch erneut hieß es: ich bin schon da.
Mit mehr als 160 LP Vorsprung zu Beginn und damit siegesgewiss näherten wir uns dem Zieleinlauf, an dem der Igel hämisch zu warten scheint. Denn wie zu Rundenbeginn blieben unsere Mühen erfolglos. Wieder wurde der zu Beginn hohe Vorsprung verspielt. In gezielten Einzelschlägen der Bockenheimer Kegler wurde unser eigentlich so komfortable Vorsprung im Durchgangsstakkato pulverisiert.

Die Eröffnung machten Alexander Schachner und Emmi Blahut. Mit überragenden Einzelleistungen der beiden ging man schon zu Beginn direkt mit 168 LP in Führung, nur um im Mittelpaar wieder 79 Holz abzugeben. In Anbetracht dessen, dass im ersten Durchgang des Mittelpaars bereits rund 90 LP abzugeben waren, kam unser Mittelpaar (Jonas Brauburger und Udo Frey) noch mit einem blauen Auge davon, setzten jedoch den Startpunkt für die erneute Niederlage. Sven Fornoff und Dominic Frey im Endduo wurden von dem resultierenden Auftrieb der Bockenheimer Schlussspieler dann also kalt erwischt. Die Aufholjagd aus der Mittelpaarung wurde uns erneut zum Verhängnis. Gegen den unangefochtenen Tabellenführer blieben die erhofften und greifbaren zwei Punkte liegen.

Unabhängig vom Spielverlauf rückt der bereits mehrfach erwähnte Negativtrend wieder in den Fokus. Die für kontinuierliche Heimsiege mindestens erforderlichen 5.600 LP sind nach wie vor weit entfernt. Stetige Niederlagen haben aber eine unbestrittene Wirkung. Der Heißhunger auf Siege schürt den Biss! Der nächste Igel wird nur kurz lachen.

Einzelergebnisse: Schachner Alexander 987LP, Blahut Emmerich 946LP, Frey Udo 940LP, Brauburger Jonas 909LP, Frey Dominic 890LP, Fornoff Sven 886LP